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Die Rollbrücken der Landebahnen Nordwest am Flughafen Frankfurt am Main dienen
als Verbindungsbauwerke zur neuen 2.800 m langen Landebahn im nördlichen Bereich des bestehenden Flughafengeländes. Die zwei Rollwege (Ost und West) mit fünf Rollbrücken
(Rollbrücke West 1 - 2, Rollbrücke Ost 1 – 3) überqueren eine Kreisstraße, eine Bundesautobahn (BAB 3) und die ICE-Strecke Frankfurt – Köln.
Die Rollbrücke Ost 1 hat eine Brückenfläche von 19.800 m² bei einer maximalen Stützweite von 91,55
m. Die Gesamtbreite der Rollbrücke beträgt 347 m. Die Rollbrücke wurde als integrales fugenloses Bauwerk ausgeführt. Es kamen 275 Fertigteilträger mit einem Einzelgewicht von 75 –
90 t zum Einsatz.
Die Rollbrücke West 1 entspricht hinsichtlich der Konstruktion und der Bauweise den Prinzipien der
Rollbrücke Ost 1 und hat eine Gesamtbreite von 187 m.
Die Rollbrücke Ost 2 hat eine Brückenbreite von 208,80 m bei einer Brückenfläche von 6.320 m. Der
Überbau besteht aus 62 Fertigteilträgern.
Die Rollbrücke West 2 wurde in konventioneller Bauweise als zweifeldriger Stahlbetonrahmen
ausgeführt.
Die Rollbrücke Ost 3 (Betriebsstraßentunnel) hat eine überbaute Länge der Betriebsstraße von ca.
160 m.
Die Bauleistungen wurden in fünf Baulose an drei Bauunternehmen vergeben. Der Baubeginn war im
dritten Quartal 2009. Die technischen Ansprüche der Bauwerke, die beengten Platzverhältnisse, schwierige Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten und die Gleichzeitigkeit einer Vielzahl von
Baustellen unterschiedlicher Größe waren eine Herausforderung. Die Rollbrücken wurden nach knapp zwei Jahren termingerecht und im Kostenrahmen fertiggestellt. Die Inbetriebnahme
der Rollbrücken und der Landebahn Nordwerst wurde termingerecht im Oktober 2011 realisiert.
Die
Rollbrücken der Landebahn Nordwerst sind die größten gebauten Brückenbauwerke in integraler fugenloser Bauweise in Deutschland zum Zeitpunkt der Fertigstellung.
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